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Kinderhaende
Tanja, Fotolia

Bienen- und Wespenstiche

Grundsätzliches zu Insektenstacheln

Da Wespen im Gegensatz zu Bienen mehrfach zustechen können und ihr Stachel beim Stich typischerweise nicht ausgerissen wird, wird es im Fall eines Wespenstiches regelmäßig nicht zur Notwendigkeit einer Stachelentfernung kommen. Weitaus häufiger wird die Entfernung eines Bienenstachels notwendig sein, da dieser beim ersten Stich ausgerissen wird und typischerweise in der Haut der gestochenen Person verbleibt.

Nach einem Stich, egal durch welches Insekt, ist jedoch die Entfernung eines in der Haut verbliebenen Stachels unbedingt anzuraten, da auch durch einen abgetrennten Stachel weiter Gift abgesondert werden kann. Diese Entfernung ist im Rahmen der allgemeinen ersten Hilfe sogar geboten.

 

Empfohlene Vorgehensweise im Fall eines Stiches

Folgende Vorgehensweise wird seitens der Abteilung Pärs 7 - Elementarpädagogik in Abstimmung mit der zuständigen Amtsärztin empfohlen:

Möglichst unmittelbar nach einem Stich kontrollieren der Einstichstelle auf verbliebene Stachelreste, allenfalls Entfernung dieser. Im Regelfall ist kein spezielles Werkzeug wie Pinzetten oder ähnliches notwendig. Da der Stachel nicht in tiefer gelegene Hautschichten vordringt, kann er im Regelfall einfach mit dem Finger bzw. dem Fingernagel „weggeschnippt“ oder seitlich herausgewischt werden.

Den Stachel möglichst nicht mit beiden Fingern anfassen oder daran herumdrücken. Am Stachel befindet sich in den meisten Fällen noch die Giftblase, deren Inhalt bei Druck weiter in die Haut geleitet wird.

Die Einstichstelle mit Coolpacks oder Eiswürfel kühlen.

Bei den ersten Anzeichen einer Allergie (großflächige Schwellungen/Rötungen der Haut, Juckreiz an Handflächen und Fußsohlen, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Atemnot) ist jedenfalls sofort der Notruf zu verständigen.

Auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum ist, unabhängig von einer bestehenden oder erstmals auftretenden Allergie, sofort der Notruf zu verständigen. Der Oberkörper ist möglichst hoch zu lagern, aufgrund möglicher Schwellungen soll nichts getrunken werden (Gefahr des Verschluckens). Der Hals kann von außen mittels Coolpacks oder Eiswürfeln gekühlt werden.

Bei bekannter Allergie eines Kindes und ärztlich angeordneter Notfallmedikation wird eine zumindest einmalige Unterweisung in die Anwendung der Notfallmedikation durch den behandelnden Arzt ausdrücklich angeraten. Eine Handlungspflicht besteht – vorbehaltlich einer anderen Rechtsmeinung durch die zuständigen Strafgerichte -  aufgrund der Pflicht zur allgemeinen ersten Hilfe nach § 95 Strafgesetzbuch für das vom Vorliegen der Allergie und der Notwendigkeit einer Notfallmedikation unterrichtete Personal auch ohne eine solche Einschulung. Jedoch kann eine entsprechende ärztliche Unterweisung helfen Unsicherheiten und Ängste beim Personal auszuräumen und offene Fragen zu klären. Die von den Eltern bereit gestellte Notfallmedikation muss im Anlassfall zu jeder Zeit durch das Betreuungspersonal schnell verabreicht werden können und sollte daher bei Aufenthalt im Freien in der warmen Jahreszeit in der Nähe der Außenspielfläche aufbewahrt bzw. bei Ausflügen mitgeführt werden.