• .
  • .
  • .
  • .
Kinderhaende
Tanja, Fotolia

Fotoweitergabe - Datenschutz

Den Pädagoginnen und Pädagogen wird empfohlen, hinsichtlich der Weitergabe von Fotos aus der Dokumentation von Festen oder Aktivitäten in Kinderbetreuungseinrichtungen äußerst sensibel vorzugehen. Dies gilt sowohl für die Weitergabe mittels CDs und Wechseldatenträgern (Datensticks, etc. ), als auch für die elektronische Übermittlung via Mails, über soziale Medien oder Nachrichten- bzw. Datendienste (z.B. Facebook, WhatsApp, Dropbox, etc.).

Die BGD empfiehlt – vorbehaltlich einer anderen Rechtsansicht der zuständigen Behörden (insbes. Datenschutzbehörde) oder Gerichte – folgende Vorgehensweisen:

1. Wenn alle Eltern aus der Gruppe der betroffenen Kinder schriftlich zustimmen, dass sie mit der Weitergabe der Fotos an jene Eltern einverstanden sind, die die CDs, Wechseldatenträger, etc. aus Dokumentationsgründen gerne hätten, so ist eine Weitergabe der vom Personal der Einrichtung angefertigten Fotos unserer Ansicht nach zulässig. Eine Veröffentlichung darüber hinaus ist verboten. Empfohlen wird, sich eine derartige schriftliche Einverständniserklärung der Eltern gleich zu Beginn des Arbeitsjahres einzuholen, eine nachträgliche Genehmigung für bereits erfolgte Fotoweitergaben durch die Eltern ist kritisch zu sehen. Gleiches gilt für die Weitergabe von ausgedruckten Fotos in Portfolio-Mappen o.ä. oder dem Aushang von Fotos in der Kinderbetreuungseinrichtung. Eine Zustimmung der Eltern ist für alle betroffenen Kindern notwendig. Die Eltern können diese Zustimmung jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen, der Widerruf gilt nach der DSGVO jedoch nur mit Wirkung für die Zukunft. Das bedeutet konkret: ab dem Zeitpunkt des Widerrufs dürfen keine Fotos der betroffenen Kinder mehr angefertigt bzw. insbesondere weitergegeben werden, bereits gemachte und weitergegebene Fotos werden davon aber nicht berührt.


2. Sollte seitens des Rechtsträgers eine restriktivere Vorgabe vorliegen, so ist diese als Dienstanweisung einzuhalten.


3. Für Fotos, die von außenstehenden Personen (Eltern und Angehörigen) anlässlich von Festen und Feiern in der Kinderbetreuungseinrichtung gemacht werden, gilt keine Verantwortlichkeit des Personals der Kinderbetreuungseinrichtung hinsichtlich der Weitergabe. Die datenschutzrechtliche Verantwortung dabei liegt beim jeweiligen „Fotografen“.


4. Für Fotos, die von Schülerinnen der BAFEPs im Rahmen ihrer Hospitation und im Auftrag der Schule für Dokumentationszwecke angefertigt werden ist die Unterschrift der Schülerinnen einzuholen, dass die Fotos ausschließlich für Dokumentationszwecke für die Schule verwendet werden dürfen und jegliche anderweitige Verwendung und Veröffentlichung untersagt ist.


5. Von der Übermittlung von Fotos der jeweiligen Kinder auf Wunsch einzelner Eltern zum Zweck der Info, ob es dem Kind gut geht, wird generell abgeraten. Ein Foto zeigt eine Momentaufnahme und sagt nichts darüber aus, wie es dem Kind vor bzw. nach der Fotoaufnahme ging.

6. Die Nachrichten- und Fotoübermittlung via WhatsApp, ist besonders kritisch zu sehen, sie stellt nach der Datenschutzgrundverordnung eine sehr heikle Datenweitergabe ins Ausland dar. Es gibt dabei keine Garantie auf ausreichenden Datenschutz. Auch eine Speicherung in einer Cloud (Dropbox, Microsoft OneDrive,...) stellt eine Datenverarbeitung dar!