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Inspektionsschwerpunkt

Prinzipien der Bildungsarbeit in Kinderbetreuungseinrichtungen


Der bundesländerübergreifende BildungsRahmenPlan definiert die elementaren Bildungseinrichtungen als bedeutsame Orte des frühen Lernens, des entdeckenden Lernens, des Lernen im Spiel und unterstreicht die Bedeutung der Kontinuität des Bildungsverlaufs im österreichischen Bildungskanon. Im BildungsRahmenPlan werden in komprimierter Form die Grundlagen elementarer Bildung dargestellt. Die Schwerpunkte liegen in der Skizzierung eines Bildes vom Kind als kompetentem Individuum, in den Ausführungen zu Bildung und Kompetenzerwerb, zu Transitionen und pädagogischer Qualität sowie in der Formulierung von Prinzipien, die handlungsleitend für das pädagogische Geschehen im Alltag sind. Prinzipien für die ko-konstruktive Gestaltung von Bildungsprozessen orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Entwicklung und Bildung von Kindern sowie an gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie müssen aufgrund neuer Forschungsergebnisse und veränderter Lebensumwelt kontinuierlich auf ihre Aktualität und Relevanz für die Lebens- und Lernrealität von Kindern überprüft werden. 

Prinzipien, wie Lernen mit allen Sinnen, Individualisierung, Differenzierung, Empowerment, Lebensweltorientierung, Sachrichtigkeit und Partizipation werden im Pädagogischen Konzept einer Kinderbetreuungseinrichtung, aber auch in jeder Kindergruppe in vielfältigen Alltagssituationen und in Bildungsanlässen "sichtbar und spürbar":
In der Haltung der Pädagog/inn/en den Kindern, Eltern, Kolleg/inn/en, dem Rechtsträger und anderen Systempartner gegenüber, in der Interaktion zwischen Erwachsenen und Kindern und der Erwachsenen untereinander, in der Moderation und Begleitung von Bildungsprozessen, in der Gestaltung der Umwelt der Kinder und in der Auswahl der Bildungsschwerpunkte.

Professionelles pädagogisches Handeln basiert auf den Prinzipien für Bildungsprozesse, die im Einklang mit der pädagogischen Orientierung stehen. Die Beachtung der Prinzipien durch die Pädagoginnen und Pädagogen nimmt unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der Bildung für jedes einzelne Kind.

    

Pädagoginnen und Pädagogen, die die Potenziale der Kinder in den Mittelpunkt stellen, die individuelle Fähigkeiten, Begabungen und Vorerfahrungen berücksichtigen, sich bei der Auswahl von Bildungsinhalten an den Interessen und Ideen der Kinder und ihrer Lebenswelt orientieren und
der Mitbestimmung und -gestaltung des Bildungsgeschehens breiten Raum geben, sichern die Bildungschancen aller Kinder. In einem von diesen Prinzipien geprägten Lern- und Erfahrungsraum können Kinder in Gemeinschaft mit anderen zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen und ihre Kompetenzen kontinuierlich weiter entwickeln.


Beobachtungsbereiche für Kindergärten und Horte:

  • Dokumentation der Bildungsarbeit Beobachtbare Praxis
  • Auseinandersetzung mit dem BildungsRahmenPlan
  • Fortbildung

Beobachtungsbereiche für Krabbelstuben:

  • Dokumentation der Bildungsarbeit
  • Beobachtbare Praxis
  • Auseinandersetzung mit dem BildungsRahmenPlan