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Kinderhaende
Tanja, Fotolia

Kinderbetreuungseinrichtungen

Kinderbetreuungseinrichtungen

Kinderbetreuungseinrichtungen (Krabbelstuben, Kindergärten und Horte) stehen als familien- und entwicklungsunterstützende Einrichtungen heute neuen Fragen und Anforderungen gegenüber. Das entsteht aus dem Wandel der Familiensituation, dem beruflichen Selbstverständnis der pädagogischen Fachkräfte und der öffentlichen Anerkennung der pädagogischen Arbeit. Parallel zu veränderten Ansprüchen gibt es seit mehreren Jahren Veränderung in den Regelungen, die den äußeren Rahmen für die Umsetzung der Aufgaben herstellen. Die Ansprüche an Bildung und Erziehung in Kinderbetreuungseinrichtungen bestimmen Politik und Rechtsträger, die den Rahmen vorgeben, Eltern und Erziehungsberechtigte, die das Beste für ihr Kind wollen und die Pädagoginnen und Pädagogen, die mit den unterschiedlichen Ansprüchen zufriedenstellend umgehen wollen. Für die Arbeit als Pädagogin und Pädagoge ist es wichtig und hilfreich, über Rahmenbedingungen und Möglichkeiten gut informiert zu sein. Praxiserfahrung, gute Information und aktuelles Wissen eröffnen Freiräume, die pädagogische Innovation und zukunftsorientiertes Arbeiten ermöglichen.

 

Krabbelstuben

Krabbelstuben sind Einrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Kinder unter 3 Jahren richtet und die speziell auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen abgestimmt sind. So dürfen zum Beispiel nur 10 Kinder gleichzeitig in einer Gruppe anwesend sein und die maximale tägliche Aufenthaltsdauer soll 6 Stunden nicht überschreiten. Die meisten Krabbelstuben haben das ganze Jahr, an 5 Tagen der Woche ganztägig geöffnet. Die Elternbeiträge werden vom jeweiligen Träger selbst bestimmt und sind sozial gestaffelt. Seit der Kinderbetreuungsgesetz-Novelle vom November 2009 ist die Betreuung von Kindern ab dem 30. Lebensmonat in einer Krabbelstube für die Eltern beitragsfrei.

Krabbelstuben können auch von Kindern mit Beeinträchtigung in Anspruch genommen werden. Ist zusätzliches Personal für die Betreuung Ihres Kindes notwendig, so kann der Erhalter der Krabbelstube beim Land Oberösterreich um einen Zuschuss zur Finanzierung einer Stützkraft ansuchen.

 

Kindergärten

Kindergärten können und wollen die Familie nicht ersetzen. Ihr Auftrag ist die Unterstützung der Eltern in ihrer verantwortungsvollen Erziehungsaufgabe.
Der Kindergarten als 1. Stufe des Bildungssystems sichert Bildungschancen für alle Kinder.
Lernprozesse, die in früher Kindheit stattfinden, haben nachhaltigen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg des Menschen.

Im Kindergarten werden die Kinder ganzheitlich gefördert:
Neben dem Lernen durch das Spiel gehören die Möglichkeiten des Gestaltens ( z.B.: das Zeichnen, Malen, Werken, Bauen, Konstruieren, Singen, Musizieren und Tanzen), des Entdeckens und Forschens in der Natur- und Sachbegegnung (z.B.: beim Umgang mit Pflanzen und Tieren, mit neuen Materialien und Gegenständen) und die lebenspraktischen Tätigkeiten ( z.B.: im Umgang mit vielfältigen Gegenständen aus dem Alltag, beim Essen, An- und Ausziehen, Schneiden, Kleben usw.) zum Kindergartenalltag.

Kindergartenkinder bauen intensive Beziehung zur Pädagogin und zu anderen Kindern der Gruppe auf und gewinnen dadurch Vertrauen in sich und in die Umwelt.
Mit dieser emotionalen Sicherheit als Grundlage können sie ihr Lernpotenzial optimal entwickeln,  d.h. Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben und weiterentwickeln.

Die altersgemischte Gruppe bietet dem Kind vor allem ein vielfältiges, soziales, aber auch sprachliches Lernfeld. Die Sprache ist das wichtigste Medium des Sozialkontaktes und nimmt eine entscheidende Rolle in der intellektuellen Entwicklung des Kindes ein. Gezielte Sprachförderung im Kindergarten trägt dazu bei, die Sprache als Ausdrucks- und Verständigungsmittel zu erleben, sowie das Sprachverständnis und die Sprechfreudigkeit der Kinder zu entwickeln.
Durch das Zusammenleben in der Gruppe wird das Kind spielerisch motiviert, die Sprache als Kommunikationsmittel einzusetzen und zu trainieren.

Der Kindergarten

  • leistet in den verschiedenen Entwicklungsbereichen, wie zB. Sprache, Motorik, Wahrnehmung und Denken eine aufbauende differenzierte Bildungsarbeit, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen der Kinder bestmöglich gerecht wird,
  • fordert und fördert die 5 – 6 Jährigen durch spezielle Angebote,
  • berücksichtigt das Recht des Kindes auf Zuwendung und Anerkennung,
  • respektiert die Eigenart kindlichen Handelns,
  • beachtet das individuelle Lerntempo,
  • forciert die Zusammenarbeit mit den Eltern, vor allem im Hinblick auf den Austausch über den Entwicklungsstand und die Lernfortschritte des Kindes und
  • kooperiert nach Möglichkeit mit der Schule als nachfolgende Bildungseinrichtung.

 

Horte

In Oberösterreich werden Kinder in Horten von pädagogischen Fachkräften und zahlreichen Helferinnen und Helfern betreut. Der Hort bietet Unterstützung und Begleitung beim Lernen und in der Freizeitgestaltung.

Horte sind Bildungseinrichtungen mit einem ganzheitlichen Bildungsauftrag für Kinder im schulpflichtigen Alter. Sie unterstützen Eltern in ihren Erziehungsaufgaben durch vielfältige Angebote wie Lernförderung, Förderung der persönlichen und sozialen Entwicklung, sowie sinnvolle Freizeitgestaltung für alle Kinder. Mit entsprechenden Öffnungszeiten an Schultagen und in schulfreien Zeiten kommen Horte dem Bedürfnis der Erziehungsberechtigten nach qualitätsvoller und bedarfsgerechter Betreuung entgegen.