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Kinderhaende
Tanja, Fotolia

Haltung von Kleintieren

Mindestanforderungen aus hygienisch und medizinisch fachlicher Sicht:

  • Eine Information der Eltern über die Tierhaltung sollte schon bei der Aufnahme in der Kinderbetreuungseinrichtungen erfolgen.
  • Prinzipiell sollen nur Kinder mit intakter Abwehr Kontakt mit den Tieren haben. Immunsupprimierte Kinder sollten ausgenommen werden, da bei ihnen einerseits die Infektionsdosis häufig geringer ist und daher auch vergleichsweise wenige Erreger eine Infektion auslösen können, andererseits viele Erreger, die bei Immungesunden bedeutungslos sind, zu schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen führen können.
  • Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen der Tiere (erforderlichenfalls einschließlich Stuhlproben) zum Erkennen von Zoonosen werden empfohlen.
  • Beim Halten von Meerschweinchen und Hasen ist zu berücksichtigen, dass deren Haare, Hautschuppen und Harn als starkes Allergen wirken können und daher eine Gefahr für disponierte Kinder darstellen können.
  • Wichtig ist, dass Tiere und ihr Umfeld sauber sind, sodass eine Weitergabe relevanter Mengen von Bakterien, die bei einer vorangegangenen Defäkation ausgeschieden werden, nicht zu erwarten ist. Daher müssen Käfige und Lagerplätze sauber und desinfizierbar sein. Weiters soll auf einen entsprechend hygienischen Umgang mit Futter und Trinkgefäßen sowie Spielzeugen der Tiere geachtet werden.
  • Weiters müssen Zugangsbeschränkungen für die Tiere geregelt werden, das betrifft v.a. Küchen und andere Bereiche mit für den menschlichen Verzehr bestimmten Lebensmitteln.
  • Das Halten von Schildkröten ist aufgrund der häufigen Besiedelung mit Salmonellen, Pseudomonas spp., Chlamydien und anderen humanpathogenen Bakterien und Pilzen nicht zu empfehlen.